Auch während der Corona Pandemie ist der BUND Naturschutz aktiv!

Trotz Corona-Krise arbeitet der Bund Naturschutz Traunstein weiter. Denn gerade jetzt im Frühling und in der Osterzeit gibt es viele Fragen aus der Bevölkerung und viele Möglichkeiten, etwas für die Artenvielfalt und den Naturschutz zu tun.

Feldhase - Foto: Heinz Tuschl

06.04.2020

Eine gute Möglichkeit für alle Vebraucher*innen ist die Nachfrage nach regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln. "Denn die teilweise über Jahrzehnte aufgebauten zukunftsweisenden und nachhaltigen Erzeugungs- und Vermarktungsformen, wie der ökologische Landbau und regionale Versorgung über Direktvermarktung, dürfen der Corona Pandemie nicht zum Opfer fallen“, so die Kreisvorsitzende Beate Rutkowski.

Im Landkreis Traunstein ist es nach wie vor möglich, auf den Wochenmärkten und Bauernmärkten saisonales und regionales Gemüse und Obst einzukaufen. Auch haben Hofläden weitgehend geöffnet und dort freuen sich die Direktvermarktenden über Kundschaft. Zusätzlich kann ein Einkauf auf dem Bauernhof für Kinder eine kleine erlaubte Abwechslung im Corona-Alltag sein! In vielen Naturkostläden und (Bio)-Supermärkten gibt es ebenfalls Gemüse aus der Region zu kaufen.

Wer möchte kann seinen Wocheneinkauf mit dem Fahrrad erledigen. Zusätzlich zum Klimaschutz ist das ein Beitrag zur eigenen Fitness in diesen bewegungsarmen Zeiten - wohlgemerkt immer unter Berücksichtigung der offiziellen Verhaltensregeln.

Außerdem gibt es die Möglichkeit sich mit Bio-Abo-Kisten und Biolieferdiensten direkt zu Hause beliefern zulassen. Viele Lieferdienste kommen derzeit mit der gewachsenen Nachfrage kaum noch nach, aber die Unterstützung durch die Kund*innen ist dennoch wichtig und zukunftsweisend!

Ostern steht vor der Tür, da ist es verlockend – da geschlossene Gartenmärkte dieses Jahr keine kommerziell gezogenen Weidenzweige anbieten können - sich bei den jetzt täglichen Spaziergängen einen Strauß Palmkätzchen oder Wildblumen zu pflücken. Hier bittet der BUND Naturschutz um Rücksicht auf die Natur. „Wildbienen und Schmetterlinge brauchen jede Nahrungsquelle. Die blühenden Weiden oder Schlüsselblümchen sind mit ihrem Pollen und Nektar in dieser noch blütenarmen Zeit besonders wichtig.“, appelliert Beate Rutkowski.Als Alternative eignen sich für den Osterstrauß auch Triebe von noch nicht blühenden Sträuchern oder Bäumen. Problemlos genutzt werden können Zweige der Forsythien, denn sie produzieren weder Nektar noch Pollen und sind für Insekten wertlos.

Einen weiteren, letzten Tipp hat die Kreisgruppe noch anzubieten: der Landesverband des BUND Naturschutz startet wieder sein Hummeltelefon. Wer im Garten oder in der Natur eine Hummel findet und gerne wissen würde, welche Art es ist, kann das über das “Hummeltelefon” herausfinden. Fotografieren Sie den kleinen Brummer und schicken Sie das Bild zusammen mit Fundort (PLZ) und Funddatum per WhatsApp an 0151-18460163 oder per E-Mail an hummelfund@ifbi.net. Ein Team von Biolog*innen antwortet so schnell wie möglich auf Ihre Nachricht mit dem Artnamen und Informationen rund um Ihre Hummel.