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Top-Thema: Nein zu Olympia 2026 in Inzell

Die Stadt Innsbruck hat vor, sich für die Winterolympiade 2026 zu bewerben. Die Ausrichtungsstätten werden in Innsbruck, Igls, St. Anton, Kühtai, Hochfilzen und Seefeld liegen.

Da es in Tirol aber kein geeignetes Eisschnelllaufstadion gibt, ist geplant, Inzell als externen Ausrichtungsort in die Planung mit aufzunehmen!

Der Inzeller Gemeinderat hat wohl schon Zustimmung signalisiert.

Die Machbarkeitsstudie, die 2017 von vier deutschen und österreichischen Büros erarbeitet wurde, verharmlost die Auswirkungen auf die Austragungsorte, auf die Regionen und auf die Bürger und Steuerzahler.

Viele Fragen sind ungeklärt:

  • Inzell wird im Falle einer Teilnahme dem host-city-Vertrag unterliegen. Kann eine bayerische Gemeinde mit einem einfachen Gemeinderatsbeschluss einen Vertrag unter der Federführung der Stadt Innsbruck eingehen?
  • Das bisher errechnete Durchführungsbudget von insgesamt 1,175 Mrd. € umfasst nicht die Kosten für das Sicherheitskonzept und für bauliche Investitionen.
  • Wer zahlt für das Sicherheitskonzept? Nur als Beispiel: Das Sicherheitskonzept von London hat weit über 1 Milliarde Euro gekostet!
  • Wer trägt die Kosten, die auf Inzell zukommen, die Kommune, der Landkreis oder der Staat?
  • Bisher wurden für die Bewerbung Innsbruck 15 Millionen Euro ausgegeben, wird Inzell daran beteiligt werden?
  • Verkehrskonzept: Laut bisheriger host-city-Verträge mussten eigene Fahrspuren für die Olympische Familie eingerichtet werden. Welche Straßenausbauten kommen auf den Landkreis Traunstein zu?
  • Ist die Inzeller Halle groß genug? Und welche Flächen müssen für weitere Parkplätze geopfert werden?
  • Das IOC, die olympische Famile und die Gäste sollen in sogenannten Host Mountain Resorts untergebracht werden. Sind diese Hotels wirklich vorhanden? Welche Investitionen und wieviel Flächenverbrauch in Inzell und Umgebung ist dafür notwendig?

Obwohl die Durchführung der Olympischen Eisschnelllauf-Wettkämpfe in Inzell große Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Natur und den Steuerzahler hätte, wird es nur in Tirol am 15. Oktober eine Volksbefragung geben, wir im Landkreis Traunstein werden nicht gefragt!

Der Bund Naturschutz Traunstein spricht sich klar gegen die Bewerbung von Inzell als Austragungsort aus!