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Moorrenaturierung im Landkreis Traunstein

Ein Schwerpunkt der Arbeit unserer Kreisgruppe liegt im Bereich der Moorrenaturierung, bei der wir in den 40 Jahren unseres Bestehens schon auf einige Erfolge zurückblicken können:

 

Ödmoos, Gem. Traunstein
Renaturierung eines Latschenhochmoores von 16 ha Fläche über inzwischen 26 Jahre hinweg. Bau von über 80 Dämmen überwiegend in Handarbeit.
Die Flächen befinden sich im Staatseigentum (BaySF).

 

Pavoldinger Moos, Gem. Seeon-Seebruck
Kauf von drei Hochmoorgrundstücken (insgesamt ca. 0,8 ha) und Entfernung der Fichtenbestockung. Der Kauf weiterer Grundstücke zur großflächigeren Wiedervernässung ist geplant. Inzwischen hat sich hier in den Grabenbereichen auch der Sonnentau etabliert.

 

Ischler Achen, Gem. Seeon-Seebruck
Kauf von vier anmoorigen Flächen (über 2 ha) entlang des Bachlaufes. Ein dazwischenliegendes Grundstück wurde als Ausgleichsfläche ausgewiesen und wird passend zu unseren Grundstücken gepflegt. Ziel ist der Erhalt der Feuchtflächen u.a. für Wiesenbrüter, sowie die Gewässerreinhaltung für die Bachmuschel in der Ischler Achen und den hier vorkommenden Spitzenfleck (Libelle RL 2).

 

Grabenstätter Mühlbach und Hiensdorfer Graben, gem. Vachendorf
Kauf, Pacht und Pflege der Streuwiesenkomplexe entlang der Bachläufe (ca. 8 ha) . Erhalt von Orchideenstandorten und Hochstaudenfluren in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband.

 

Kendlmühlfilzen, Gem. Grassau
Renaturierungsarbeiten auf den BN-eigenen Grundstücken im Kernbereich (3,6 ha) und weiteren in Kooperation mit dem Life-Projekt. Bau von insgesamt ca. 40 Dämmen in Handarbeit. Auf den Renaturierungsflächen Schwerpunktvorkommen des Sonnentaus.

 

Maisentalmoos, Gem. Taching
Das ca. 1,1 ha große Kalkquellmoor Maisentalmoos bei Taching im Lkr Traunstein haben wir z.T. gepachtet und pflegen diese Fläche seit ca 17 Jahren.
Inzwischen hat sich nicht nur das Pyrenäenlöffelkraut entlang der Gräben und z.T. auch auf der Fläche ausgebreitet, sondern z.B. auch verschiedene Orchideenarten, rundblättriger Sonnentau, Fettkraut und Mehlprimel. Außerdem haben wir Vorkommen von österreichischer Quellschnecke und der Quellmosaikjunger.
Das Maisentalmoos ist auch ein Beispiel für den sozialen Aspekt der Landschaftspflege des BN: Wir haben hier schon mit vielen Schulklassen gearbeitet, mit Gruppen der AWO, mit einer Gehörlosenschule, mit Pfadfindern und in diesem Jahr auch mit Asylbewerbern.

 

Kalkquellmoor bei Moosmühle (0,3 ha), Gem. Taching
Pflegemahd seit 2012. Das bis dahin völlig mit Altschilfbeständen zugewachsene Quellmoor wird durch die Pflege zunehmend offener, in vielen Bereichen konnte das Schilf zurückgedrängt werden. Durch die Freilegung der Gräben konnte sich auch hier das Pyrenäenlöffelkraut zumindest stellenweise wieder erholen.

 

Kalkquellmoor bei Diesenbach, Gemeinde Surberg
Hier hat der BN 2012 und 2014 zwei Flächen erworben (1,4 ha). Die Besonderheit ist hier das Vorkommen vieler Tagfalter (u.a. Abbiss-Scheckenfalter, Moor-Wiesenvögelchen, alle RL 2), der Helmazurjungfer (RL 1), Sumpfglanzkraut (RL2), der Glänzenden Gänsekresse (RL 1), der Sommerdrehwurz (RL 2) und aller drei Sonnentauarten (rotundifolia, intermedia und longifolia, alle RL 2).

 

Wildmoos bei Grabenstätt
Kauf von 1,85 ha Feucht-Grünland im Randbereich des Wildmoos. Die Sicherung dieser Fläche ermöglicht eine große Renaturierung eines großen Bereiches des insgesamt 160 ha großen Wildmoos durch die BaySF, Forstbetrieb Ruhpolding.
Grabenverschluss noch in diesem Winter durch die BaySF, enge Zusammenarbeit mit dem Staatsforst.

 

Die Übersicht im .pdf-Format finden Sie hier...