MenuKreisgruppe TraunsteinBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Etappensieg der Gentechnikgegner

Unser Kampf hat sich gelohnt!

Aber ohne die Gentechnik in der freien Natur brauchen wir auch die Sicherheitsforschung nicht! Wir kämpfen weiter! Wann wird Monsanto 810 endlich auch bei uns verboten?

PRESSEMITTEILUNG der CSU-Landtagsfraktion vom 09.04.2008:

Brunner und Meißner kündigen neuen bayerischen Weg an: Verzicht auf Landessortenversuche, aber weiter Sicherheitsforschung

Der Freistaat Bayern stellt die Landessortenversuche mit dem gentechnisch veränderten Mais „MON 810“ ein. Dies hat die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag mit Landwirtschaftsminister Josef Miller vereinbart, wie heute Helmut Brunner, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Landwirtschaft und Forsten der CSU-Landtagsfraktion, und Christian Meißner, der Sprecher für Fragen der Grünen Gentechnik, im Bayerischen Landtag bekannt gaben. „Wir stellen fest, dass weder Bauern noch Verbraucher gentechnisch veränderten Mais auf unseren Feldern in Bayern haben wollen. Weil wir die Ängste und Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen, müssen wir jetzt, rechtzeitig vor der bevorstehenden Aussaat, darauf reagieren“, so Brunner.

Die staatlich durchgeführten Landessortenversuche finden bislang auf insgesamt vier Standorten in Bayern statt. Diese Versuche dienen dem Vergleich zwischen unterschiedlichen Sorten, um den Landwirten eine Anbauempfehlung geben zu können. „Es ist nicht einleuchtend, so genannte ‚Bt-Mais-Sorten’ in einen Versuch mit aufzunehmen, wenn diese ohnehin in Bayern keiner haben will, weil sie nicht gebraucht werden“, sagte Meißner.

Anders verhalte es sich jedoch mit dem auf zehn Jahre angelegten Langzeitversuch, der im Jahr 2000 fraktionsübergreifend beschlossen wurde. Ein Abbruch dieses Versuches, der auch der Sicherheits- und Grundlagenforschung dient, würde wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse zunichte machen. „Wir halten an unserem Erprobungsanbau fest, um auch in den in Bayern vorliegenden kleinbäuerlichen Strukturen die Umweltwirkungen genveränderter Pflanzen zu erforschen“, so der Agrarexperte Brunner. Diese Forschung finde auf einer Fläche von weniger als drei Fußballfeldern statt. „Ein vollständiges Verbot aller staatlichen Versuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen, wie es die Opposition fordert, kommt deshalb für uns nicht in Frage. Wir brauchen Sicherheitsforschung, denn wir können uns Ahnungslosigkeit auf diesem sensiblen Gebiet nicht leisten. Verzicht auf die Landesssortenversuche, aber Fortsetzen der Sicherheitsforschung: Das ist der neue bayerische Weg“, sagte Meißner abschließend.