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Hornissen - Friedliche Insektenjäger

Noch immer gibt es viele Unsicherheiten im Umgang mit Hornissen. Sie sind auch imposante Erscheinungen und eine unserer größten Insektenarten. Dabei sind sie ausgesprochen friedlich. Und gefährlicher als Wespen- oder Bienenstiche sind ihre Stiche auch nicht. Lediglich Allergiker müssen aufpassen - aber das ist bei Bienenstichen ebenso.

Hornissen sind unglaublich nützlich: Ein Hornissenvolk verspeist täglich bis zu einem halben Kilogramm an Mücken, Fliegen, Käfern - und sehr gern auch Wespen. In den Sommermonaten Juli und August sind sie sogar Tag und Nacht im Einsatz, weshalb es bei Dunkelheit schon mal passieren kann, dass sie sich - angelockt durch Licht - ins Haus oder in die Wohnung verirren. Aber selbst dann können sie ebenso einfach wie Bienen wieder ins Freie bugsiert werden!

Hornissen bauen einjährige Staaten, das heißt, die Völker werden im Frühjahr von einer im Vorjahr geborenen Königin gebildet und sterben im Herbst. Bedingt durch die engeschränkten Lebensbedingungen für diese Insekten findet man Hornissennester gelegentlich auch in der Nähe menschlicher Behausungen, wobei die Insekten meist toleranter gegenüber ihren menschlichen Nachbarn sind als umgekehrt.

Der Bund Naturschutz hat einen Infoflyer mit Verhaltenstipps veröffentlicht, den Sie auch bei uns in der Geschäftsstelle bekommen.

Übrigens: Hornissen sind streng geschützt und es ist gesetzlich verboten, ein Hornissennest ohne behördliche Ausnahmegenehmigung zu zerstören! Sollte es Probleme mit Hornissen geben, vermittelt die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein einen Hornissenberater.