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Lebensraum Stein

Selbst in einem kleinen Garten kann man mit Lebensräumen aus Steinen die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen erhöhen und für interessante Kleinbiotope sorgen.

Sowohl richtige Trockenmauern oder auch nur lose zusammengetragene und aufgeschichtete Steinhaufen bieten Unterschlupf für viele Tierarten und für die Spezialisten unter den Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Dazu gehören z.B. der Mauerpfeffer, alle Hauswurzarten, Moose, Flechten, Färberkamille und die Nachtkerzen mit ihren Tag und Nacht geöffneten Blüten.

Für alle ursprünglich an Felsen und Sandhängen lebenden Insekten, wie zum Beispiel Wildbienen und die nützlichen Grabwespen und viele Spinnenarten sind Trockenmauern ein willkommener Ersatz, besonders wenn sie von der Sonne beschienen werden. Auch Eidechsen fühlen sich hier wohl. So ist eine Trockenmauer ein idealer Naturbeobachtungsplatz.

In Steinhaufen finden viele nützliche Tiere Unterschlupf, wie z.B. schneckenfressende Kröten, insektenfressende Spitzmausarten oder nützliche Insekten wie Laufkäfer und Asseln, sowie Spinnen, die sich oft von Blattläusen, Raupen und anderen Schädlingen ernähren. Ideal sind solche Steinhaufen daher im Anschluß an einen Gemüsegarten: Störende Steine in den Beeten können gesammelt werden und die sich ansiedelnden Tierarten helfen mit bei der Reduzierung von Schädlingen. Damit kann der Einsatz von Spritzmitteln deutlich reduziert oder ganz eingestellt werden.

Auch wer einen kleinen Gartenteich oder ein anderes Feuchtbiotop im Garten besitzt, sollte dazu noch einen Lesesteinhaufen anlegen, da er einer Reihe von Wassertieren die Möglichkeit gibt, in seinen Hohlräumen gut geschützt über den Sommer oder über den Winter zu kommen.