MenuKreisgruppe TraunsteinBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Großdemo am 21. Januar 2012 in Berlin

Wir haben es satt!

Seit vielen Jahren kämpft der Bund Naturschutz auch auf Kreisebene gegen den Einsatz der Grünen Gentechnik, gegen den Grünlandumbruch, gegen Massentierhaltung, für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, für einen fairen Milchpreis und für eine bessere Aufklärung der Verbraucher.

Dies hat die Kreisgruppe auch mit der Teilnahme am Demonstrationszug „Wir haben es satt“ anlässlich der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin gezeigt.

Ein ganzer Bus des Agrar-Bündnisses Traunstein und Berchtesgaden mit Bauern und Umweltschützern hatte sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zu protestieren. Insgesamt waren trotz des schlechten Wetters ca. 23.000 Demonstranten gekommen.

Die derzeitige deutsche Agrapolitik führt letztendlich zum Ruin vieler Landwirte, vor allem in kleinstrukturierten Regionen wie unserem Voralpenland.  Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene wird darauf hingearbeitet, dass unsere Landwirtschaft fit gemacht werden muss für den Weltmarkt.

Das bedeutet, dass unsere Landwirte sich messen müssen mit den größten Fleischkon-zernen aus USA, Brasilien und China. Das bedeutet auch, dass nach wie vor das Damoklesschwert der Agro-Gentechnik über uns schwebt, dass Produkte Zehntausende von Kilometern auf dem Rücken haben, bevor sie in den Regalen landen, dass mit Billigexporten nach Afrika und Lateinamerika die dortigen Bauern in den Ruin getrieben werden, dass die Transparenz bei Herkunftsangaben und Inhaltsstoffen weiter eingeschränkt wird und dass mit einer immer intensiveren Landwirtschaft die natürlichen Ressourcen gefährdet werden.

Wir wollen keine Antibiotika und Pestizide und keine Gentechnik im Essen, wir wollen gesunde Lebensmittel, wir wollen, dass unsere Milchviehbetriebe erhalten bleiben und wir weiterhin grüne Wiesen und weidende Kühe erleben können, wir wollen wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wir wollen, dass die Kleinbauern weltweit produ-zieren können, denn nur dann ist die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung gesichert.

Dafür haben wir uns in den fröhlichen Protestzug am 21.01.12 vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bundeskanzleramt eingereiht. Zum Dank gab es eine heiße „Protest-Müllsuppe“, aus zu kleinen oder zu großen Kartoffeln und krummen gelben Rüben, alles lecker und bio, aber nach EU-Normen eben Wegwerf-Müll.

Gegen diesen Wahnsinn gehen wir auch weiterhin auf die Straße!