MenuKreisgruppe TraunsteinBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Betreuung der Amphibienwanderung

In den nächsten Tagen werden Kröte, Frosch & Co auf dem gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern erwartet. Oftmals müssen sie dabei Straßen überqueren, was für viele von ihnen tödlich endet.

Datum
26.02.2018 - 08.04.2018

Ort
verschiedene Orte im Landkreis

Wir betreuen Amphibienübergänge in Schnaitsee, Seeon, Tittmoning, Langenspach und Freiweidach. Die Teams sind für dieses Jahr bereits zusammengestellt, nur für den Amphibienübergang in Kirchanschöring-Reichersdorf werden noch dringend Helfer benötigt!

Bitte nehmen Sie im Straßenverkehr Rücksicht auf die Tiere und die ehrenamtlichen Helfer und befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen: auch wenn Sie die Tiere nicht direkt überfahren, sterben sie durch den Luftdruck, der beim schnellen Vorbeifahren entsteht.

Wenn Sie nächstes Jahr mithelfen möchten, melden Sie sich bei uns im Büro, ebenso, wenn Sie nicht betreute Amphibienübergänge beobachten!

Bitte beachten Sie auch unsere Terminvorschau ...

Beachten Sie auch das Jahresprogramm unserer Ortsgruppen Achental,    Schnaitsee und Tittmoning

sowie das Vortrags- und Seminarprogramm, das vom Forum Ökologie in Kooperation mit der VHS, dem kath. Kreisbildungswerk und dem Bund Naturschutz Traunstein erstellt wird und

das Programm des Agrarbündnisses BGL / TS, an dem unsere Kreisgruppe beteiligt ist


Aktionen der Kreisgruppe Traunstein


17. Apfelmarkt in Traunstein

Schon zum 17. Mal fand auf dem Traunsteiner Stadtplatz der große Apfelmarkt statt, veranstaltet vom Landschaftspflegeverband, dem Bund Naturschutz Traunstein und der Stadt Traunstein.

Bei herrlichem Wetter konnten sich die Besucher mit Obstvorräten für den Winter eindecken, sich über die ökologische Wertigkeit von Streuobstwiesen informieren, Kaffee und Bio-Obstkuchen genießen, spannende Gerichte wie Apfel-Linsen-Eintopf und Apfel-Kürbissuppe probieren und Streuobstprodukte wie Honig, Schnaps, Most, Trockenfrüchte und Apfelsaft kaufen.

Die große Sortenvielfalt ist ein Markenzeichen dieses Apfelmarktes, viele Besucher suchen hier die Sorten aus ihrer Kindheit oder wollen die Geschmacksvielfalt wieder entdecken, denn jede Sorte durfte auch verkostet werden. Und wer einen unbekannten Obstbaum besitzt, der konnte sich am Stand des Gartenbaufachberaters des Landratsamtes bei der Sortenbestimmung helfen lassen.

Am Stand des Bund Naturschutz gab es Infos zu Fledermausschutz im Obstgarten, Insektenhotels und viele verschiedene Nistkästen, die ein P-Seminar des Chiemgau-Gymnasiums angefertigt  und zugunsten des BN verkauft hat.

Unsere Obstpresse war von Kindern umlagert, um die sich unser Vorstandsmitglied Alois Dirnaichner und seine Frau Maria rührend gekümmert haben. Wenn Kinder einmal geschmeckt haben, wie ein frisch gepresster Saft aus alten Streuobstsorten schmecken kann, dann ist das eine Erinnerung fürs Leben und ein Anreiz für die Eltern, lieber heimischen Saft als Konzentrat- Aufgüsse zu kaufen!

Aber es geht nicht nur um die heimische Landwirtschaft, sondern auch um die Situation der Bauern weltweit. Darum ist es für uns selbstverständlich, dass zu den selbstgebackenen Kuchen des BN ausschließlich fair gehandelter Bio-Kaffee ausgeschenkt wird. Dies haben engagierte Eltern der fair-trade-Schule "Ludwig-Thoma-Schule Traunstein" übernommen. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit!

Der Besucherstrom hat uns auch heuer wieder gezeigt, dass viele Menschen sich für regionale und natürlich erzeugte Lebensmittel interessieren und auch den Wert von Streuobstwiesen für unsere Kulturlandschaft zu schätzen wissen.

Unser Ziel ist es aber auch, den Landwirten die Wertigkeit ihrer Obstbäume zu zeigen, ihnen Vermarktungsmöglichkeiten zu bieten und so den Erhalt vieler Obstbestände auch für die Zukunft zu sichern.

Demo "Mir hams satt!" am 6.10.18 in München

18.000 waren wir bei der Demo "Mir hams satt!" am 6. Oktober in München. Die Kreisgruppe Traunstein war selbstverständlich mit vielen Mitgliedern mit dabei.

 

Was wir satt haben: Den rücksichtslosen Umgang mit der Natur: Flächenverbrauch, Agrarwüsten, Artensterben und Luftverschmutzung.

Was wir fordern: Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe, flächengebundene Tierzahlen, Verbot von Glyhposat, Neonicotinoiden und anderen Pestiziden, eine wirkliche Energiewende, eine andere Verkehrspolitik und - einen dritten Nationalpark!

Die große Teilnehmerzahl zeigt uns, dass die Kernthemen des Bund Naturschutz in der Gesellschaft angekommen sind!

Waldexkursion "Drunt' in der grünen Au..." am 2. Juli 2018

Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN

… sollte nicht nur ein Birnbaum stehen, sondern am Besten ein ganzer Auwald. Und das nicht nur an unseren großen Flüssen, an Salzach, Inn und Donau, sondern auch an unseren kleineren Fließgewässern wie zum Beispiel der Götzinger Ache.

Die Kreisgruppe Traunstein des BUND Naturschutz in Bayern e.V. hat auf ihrer fünften Waldexkursion gezeigt, welche Bereicherung für unsere Landschaft und die Biodiversität solch ein Auwald sein kann. Die intensiven Diskussionen während der Exkursion zeigten aber auch auf, welche Herausforderungen für die Bewirtschaftung bestehen.

Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein statt. Als kompetente Ansprech- und Diskussionspartner begleiteten uns Klaus Wilm, zuständig für den Fachvollzug Natura 2000 und Gebietsbetreuer Wald sowie Revierförster Max Poschner. Etwa 20 Interessierte nahmen die Gelegenheit wahr, in Lackenbach, Gde. Kirchanschöring mehr über den Auwald an der Götzinger Ache zu erfahren.

In seiner Einleitung als Organisator der Veranstaltung ging Herr Rutkowski darauf ein, dass das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft im Rahmen des Auenprogramms Bayern festgestellt hat, dass nur bei 3% der bayerischen Auen die ökologische Funktionsfähigkeit nicht oder nur wenig eingeschränkt sei. Bei 52% sei sie eingeschränkt oder sogar deutlich eingeschränkt und bei 45% sei sie stark oder sogar sehr stark eingeschränkt. Nähme man den Verlust an Auen durch die immer näher an die Gewässer heran reichende Nutzung als landwirtschaftliche Fläche, Siedlungs- oder Verkehrsfläche hinzu, würde deutlich, dass Auen und Auwälder zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen in Bayern und darüber hinaus zählen würden. Es sei daher dem BUND Naturschutz wichtig, nicht nur auf die großen Auen an Donau, Lech, Isar, Inn und Salzach und einen möglichen Auen-Nationalpark zu blicken, sondern auch die Situation an den vielen kleineren Gewässern zu thematisieren. Der BUND Naturschutz wolle aber auch möglichst vielen Menschen etwas von der Faszination eines intakten großen oder kleinen Auwalds vermitteln.

Im Gegensatz zu dem vom Niederschlagswasser abhängigen Landwald wird der Auwald durch den Grundwasserstand und die periodischen Überflutungen geprägt. Auch die Unterscheidung von Weich- und Hartholzaue macht sich an diesen Faktoren fest. Für die Weichholzaue ist die von Weiden dominierte Vegetation aber nur eine mögliche Gesellschaft. An der Götzinger Ache wäre ein von Eschen und Erlen geprägter Wald zu erwarten, wie Herr Poschner und Herr Wilm ausführten. Sie zeigten an Karten auch auf, wie kleinteilig und wie verzahnt das Mosaik von Böden und Standorten im Exkursionsgebiet ist. Sie wiesen darauf hin, wie stark der schmale Auwald an einem kleineren Gewässer durch Randeffekte in seiner Zusammensetzung beeinflusst wird.

Für die Einordnung als prioritär zu schützender Lebensraum (Lebensraumtyp 91E0 * Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion) nach FFH-Richtline) wären Mindestanteile von 30% für Hauptbaumarten (Gemeine Esche Fraxinus excelsior und Schwarz-Erle Alnus glutinosa) alleine und 70% zusammen mit den Nebenbaumarten und Begleitbaumarten (Gewöhnliche Traubenkirsche Prunus padus, Winter-Linde Tilia cordata, Stiel-Eiche Quercus robur, Berg-Ulme Ulmus glabra, Flatter-Ulme Ulmus laevis, Berg-Ahorn Acer pseudoplatanus) gefordert. Die Teilnehmer stellten übereinstimmend fest, dass diese Anteile an der Götzinger Ache nicht erreicht werden, obwohl sich auf den ersten Blick ein sehr attraktives Bild bietet. Diese Situation dürfte typisch für viele Auenstandorte an kleineren Gewässern sein. Die Einordnung ist aber in vielen Fällen Voraussetzung für Fördermöglichkeiten, wie im weiteren Verlauf der Veranstaltung angesprochen wurde.

Fischotter und Biber kehren auch an der Götzinger Ache in die Au zurück. Ihre Spuren waren deutlich sichtbar, auch wenn derzeit keine Biberburg in der Götzinger Ache angelegt ist. Konflikte mit menschlicher Nutzung entstehen im Bereich der Fischteiche bei Lackenbach oder im Siedlungsgebiet durch Unterminierung der Ufer. Der intakte Auwald bietet den Tieren einen weniger konfliktträchtigen Lebensraum.

Auf die Frage nach überhängenden Ästen und freigespülten Wurzeln antwortete Frau Holzner vom WWA Traunstein, dass diese einen hohen Wert als Fischunterstand und für das gesamte Makrozoobenthos hätten. Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen im Mündungsbereich der Götzinger Ache in die Salzach wären derartige Strukturelemente künstlich eingebracht worden. Ein Problem für den Hochwasserabfluss oder die Uferstabilität würde sich daraus nicht ergeben.

Herr Poschner wies auch auf die im Exkursionsgebiet sehr schön ausgeprägte Vegetationsgesellschaft des Waldmeister-Buchenwalds im Hangbereich oberhalb der eigentlichen Au hin. Die Au und die oberhalb angrenzenden Bereiche seien ungeeignete Standorte für Fichtenbestände. Diese wären wirtschaftlich nicht lukrativ, die Bäume erreichten in vielen Fällen nicht die dafür benötigten Stammdurchmesser. Der durch den Klimawandel bewirkte Temperaturanstieg und die Änderung des Jahresverlaufs des Niederschlags würden die Bedingungen weiter verschlechtern. Herr Straßer, Sprecher des Agrarbündnis BGL/TS, wies darauf hin, dass für den Alpen- und Voralpenraum ein doppelt so hoher Anstieg der mittleren Jahrestemperatur vorhergesagt wird wie im globalen Durchschnitt. Die Konzentration auf tief wurzelnde Baumarten auch im Auwald sei eine wichtige Vorsorge für zu erwartende längere Trockenperioden.

Im Talboden der Götzinger Ache trennt eine deutlich ausgeprägte Geländestufe die eigentliche Au mit ihren Gleyböden vom angrenzenden Landwald. Die unterschiedlichen Waldbilder waren für die Teilnehmer gut zu erkennen. Beide Bereiche bieten gute, nährstoff- und kalkreiche Böden, auf denen sich eine natürliche Verjüngung des Waldes mit einem breiten Artenspektrum einstellt. In beiden Bereichen finden sich fast alle einheimischen, standortgerechten Baumarten. Nur die Erle fehlt fast völlig. Sie ist auf Rohböden angewiesen und kann sich nicht in der Krautschicht durchsetzen. Rohböden finden sich an der Götzinger Ache als Auslauf des Waginger Sees nicht, da es zu keinen stärkeren Überflutungen kommt, die eine entsprechende Geschiebefracht ablagern. Eine Möglichkeit wäre, die Löcher von Wurzeltellern geworfener Fichten zu belassen.

Einen ganz eigenen Lebensraum im Exkursionsgebiet stellt eine nicht mehr genutzte ehemalige Streuwiese dar. Hier hat sich ein sehr lichter Wald mit einer Staudenflur etabliert, der Lebensraum für viele Insekten ist. Beate Rutkowski, Vorsitzende der Kreisgruppe Traunstein des BUND Naturschutz, erklärte die Bedeutung dieser Fläche als Jagdrevier für Fledermäuse und die notwendige Wechselbeziehung zwischen Jagdrevier und angrenzendem Wald mit Höhlenbäumen und Totholz als Schlafquartier für die im Wald lebenden Arten.

Die Auswirkungen des Eschentriebsterbens waren während der Exkursion unübersehbar. Herr Poschner setzte sich nachdrücklich dafür ein, befallene Eschen nur dort zu entnehmen, wo es die Verkehrssicherungspflicht gebiete. Nach der Gesetzeslage sei dies nur entlang öffentlich gewidmeter Wege der Fall. Herr Wilm zeigte sich davon überzeugt, dass die Esche als Art genauso überleben werde wie die Ulme. Die Entwicklung von Resistenzen sei heute erkennbar und werde intensiv erforscht, auch am ASP in Teisendorf. Für eine Erholung der Bestände sei aber Voraussetzung, dass nicht alle Eschen präventiv entnommen würden. Herr Bürgermeister Birner erklärte, in der Rechtssprechung habe es sich etabliert, eine Verkehrssicherungspflicht auch entlang abmarkierter Wanderwege und von Radwegen anzunehmen. Die Teilnehmer sprachen sich in diesen Fällen für eine vertraglich geregelte Übernahme der Haftpflicht aus. Das Risiko dürfe nicht beim privaten Waldbesitzer verbleiben, wenn Wander- oder Radwege neu angelegt würden. Herr Schindler, 1. Vorsitzender der WBV Traunstein, wies darauf hin, dass in vielen Fällen bei abgestorbenen Eschen das Holz nur im untersten Teil des Stamms zerstört und der Rest noch verwertbar sei. Die Fällung sei jedoch sehr riskant, da der Stamm oft spontan breche. Entsprechende Sicherungen seien unabdingbar.

Abschließend diskutierten die Teilnehmer über den möglichen wirtschaftlichen Ertrag aus einem Auwald. Das Holz der für den Auwald typischen Baumarten sei heute kaum nachgefragt. Erle war vor einiger Zeit ein Modeholz, aber der Markt sei völlig zusammen gebrochen. Heimische Erle wäre praktisch nicht erhältlich. Herr Schindler, selbst Auwaldbesitzer an der Alz, erklärte dass ihm auch sein Auwald einen Ertrag bringe, allerdings müssten Kosten und Erlös genau verglichen werden. Dabei sei die natürliche Verjüngung entscheidend und darüber hinaus spannend zu beobachten. Herr Poschner wies auf die Möglichkeiten der Förderung für das Belassen von Totholz und Biotopbäumen hin. Dies sei in vielen Fällen wirtschaftlicher als eine Bringung und Vermarktung der Stämme. Mit der Verwertung als Brennholz oder Hackschnitzel sei derzeit kein Ertrag zu erwirtschaften, da der Ölpreis dafür zu niedrig sei. Allerdings sei eine Förderung nur in einem prioritären Lebensraum und damit nicht in einem Auwald mit Anteilen von Fichte und Buche über zusammen 30% möglich.

Manfred Mertl, Leiter der UNB Traunstein, betonte, dass sich auch bei dieser Exkursion gezeigt hätte, wie wichtig eine Diskussion zwischen dem BUND Naturschutz, den Behörden, den Kommunen, den Grundeigentümern und anderen Verbänden vor Ort sei, bei der jeder von jedem lernen könne.

Die Druckversion finden Sie hier...

Wenn Sie sich weiter über den Erlen-Auwald informieren möchten, empfehlen unsere Waldexperten folgende Links:

https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/natura2000/Dokumente/91E0_ErlenEschenWeichholzAuwaelder.pdf

 

http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/15061064.htm

 

https://lau.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/LAU/Naturschutz/Natura2000/Arten_und_Lebensraumtypen/Dateien/LRT_91E0-1.pdf

 

 

Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN
Bund Naturschutz - Auwaldexkursion 2018. Foto: BN

10 Jahre Zivilcourage Traunstein

Beate Rutkowski am Stand des BN mit dem Landtagskandidaten der GRÜNEN und Kreisrat aus BGL Bernhard Zimmer
Beate Rutkowski am Stand des BN mit dem Landtagskandidaten der GRÜNEN und Kreisrat aus BGL Bernhard Zimmer

Bei der Gründungsversammlung am 24. 01.2008 in Weibhausen haben unter der Federführung von „Zivilcourage“, des Bund Naturschutz Traunstein und des  bayerischen Bauernverbandes über 300 Landwirte, Imker und Verbraucher den „Gentechnikfreien Landkreis Traunstein“ proklamiert.

10 Jahre ist das nun her, das Jubiläum haben wir am 22. Juli 2018 auf der Fürmannalm gefeiert

Durch den Einsatz von Zivilcourage und vieler Organisationen, darunter auch dem Bund Naturschutz und vieler couragierter Menschen haben wir es geschafft, nicht nur in unserem Landkreis, sondern auch in Bayern und ganz Deutschland gentechnisch verändertes Saatgut von unseren Äckern fernzuhalten.

Aber immer noch werden viele Millionen Tonnten gentechnisch veränderte Futtermittel nach Deutschland importiert und – auch in unserem Landkreis – verfüttert.

Darum fordern wir weiterhin:

  • Stopp der Futtermittelimporte

  • kein Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen euroüpaweit und weltweit

  • Verbot neuer Gentechnik-Methoden (CRISPF-CAS, Genom Editing)

  • Eindeutige Kennzeichnung von Lebensmitteln



„Wie schaut´s denn hier aus?“ Freiflächen schützen – Lebensqualität erhalten

Bund Naturschutz Vorstandsmitglied Hierneis beim Vortrag zum Thema Flächenverbrauch. Foto: BN
Bund Naturschutz Vorstandsmitglied Hierneis beim Vortrag zum Thema Flächenverbrauch. Foto: BN

unter diesem Titel hielt Christian Hierneis, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe München und Mitglied des Landesvorstandes am 29.6.18 einen Vortrag in Traunstein.

Der Landkreis Traunstein liegt in der massiv wachsenden Metropolregion München, aber auch im Einzugsgebiet der Stadtregion Salzburg. Das macht Traunstein attraktiv für die Ansiedlung von Gewerbe und bedeutet steigenden Wohnungsbedarf.

Wir verlieren dadurch jedes Jahr fast einhundert Hektar an freier Fläche für Natur und Lebensmittelproduktion. Waldflächen verschwinden, Wiesen und Felder werden zugebaut, Lebensräume werden zerschnitten und die Heimat verändert sich immer mehr.

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„Aufessen statt wegspritzen“ - Wildkräuterstand der Kreisgruppe Traunstein am 8. Juni 2018

Bund Naturschutz Traunstein beim Wildkräuter-Infostand. Foto: Tatjana Posavec
Foto: Tatjana Posavec

Unter dem Motto „Aufessen statt wegspritzen“ hat die Kreisgruppe Traunstein nun schon zum 4. Mal im Rahmen des Traunsteiner Bauernmarktes einen Wildkräuter-Infostand organisiert.

Die fleißigen Bäckerinnen der Kreisgruppe haben verschiedene Kräuter-Quiches, Kräuter-Strudel, Blätterteigschnecken, gefüllte Crepes, Kräuter-Kekse, Kräutertörtchen und vieles mehr gebacken, natürlich alles in Bioqualität!

Die Wildkräuter kamen jeweils aus dem eigenen Garten: Giersch, Brennnessel, Beinwell, Knoblauchrauke, Spitzwegerich, Gundermann, Löwenzahn oder Dost.

Dazu wurden die Kräuter im Topf zur leichteren Bestimmung ausgestellt und viele Rezepte und umfangreiches Infomaterial zu artenreichen Gärten, Insekten-Vielfalt und gesunder Ernährung an die Besucher verteilt.

Wir hoffen, damit einen kleinen Beitrag zur Vielfalt in unseren Gärten, zur Vermeidung von Spritzmitteleinsatz und zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung zu leisten, denn Wildkräuter sind nicht nur reich an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern sie wachsen von selbst und die Transportwege fallen weg!

Bund Naturschutz Traunstein beim Wildkräuter-Infostand. Foto: Tatjana Posavec
Foto: Tatjana Posavec
Bund Naturschutz Traunstein beim Wildkräuter-Infostand. Foto: Tatjana Posavec
Foto: Tatjana Posavec

Blumenführung in der Hollandau (Unterwössen) am 5. Juni 2018

Bund nturschutz - Blumenführung in einer Heimweide im Achental
Jürgen Sandner vom Landschaftspflegeverband Traunstein zeigte Besonderheiten der Unterwössner Heimweide Hollandau (Foto: BN)

Die Hollandau in Unterwössen ist eine der letzten Heimweiden im Achental. Landschaftspflegeverband und BUND Naturschutz bemühen sich seit mehreren Jahren mit Schwend-Aktionen um die Offenhaltung der ca fünf Hektar großen Freifläche, deren nährstoffarmer Kalkmagerrasen Lebensraum für eine Vielzahl von Blumen und die zugehörige Insektenfauna ist. Jürgen Sandner vom Landschaftspflegeverband Traunstein führte eine Gruppe von etwa 30 Teilnehmern durch dieses Naturjuwel. Wer an den regelmäßigen Landschaftspflegeaktionen zum Erhalt dieses Lebensraumes teilnehmen möchte, kann sich im BN-Büro in Traunstein melden.


Antrittsbesuch bei der neues Bayerischen Landwirtschaftsministerin

Bund Naturschutz-Antrittsbesuch bei der bayer. Landwirtschaftsministerin
v.l.n.r.: Stephan Kreppold, Sprecher BN AK Landwirtschaft; Marion Ruppaner, BN-grarreferentin; Staatsministerin Michaela Kaniber; Richard Mergner, BN Vorsitzender; Beate Rutkowski und Kathy Mühlebach-Sturm,
Mitglieder des BN Landesvorstands, Martin Geilhufe, BN Referent für politische Kommunikation. Foto: BN

Beim Antrittsbesuch des BN-Landesvorstands bei der Bayerischen Landwirtschaftsministerin wurde über die Zukunft der bayerischen Landwirtschaft gesprochen. Bei diesem Gespräch kamen auch die Ökomodellregionen, wie z.B. die Ökomodellregion Waginger See - Rupertiwinkel zur Sprache.


Neujahrsempfang der Bayerischen Umweltministerin am 23. Januar 2018

Ein wichtiger Baustein der Verbandsarbeit ist auch der gute Kontakt zu Politikern. So war unsere Kreisgruppenvorsitzende, die auch Mitglied des Landesvorstands ist, beim Neujahrsempfang Umwelt und Verbraucherschutz 2018, zu dem die Bayerische Staatsministerim für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf MdL eingeladen hatte.Links auf dem Bild zu sehen ist der Landesbeauftragte des BUND Naturschutz, Richard Mergner.


Fahrt zur Demo "Wir haben es satt" am 20. Januar 2018 in Berlin

Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: Heinrich Inkoferer

Auch 2018 sind zur Agrardemo "Wir haben es satt" anlässlich der GRÜNEN WOCHE wieder viele Mitglieder des Agrarbündnisses nach Berlin gefahren. Zusammen mit 33.000 Teilnehmern haben wir für eine andere Agrarpolitik demonstriert, für den Ausstieg aus der industriellen Massentierhaltung, für eine flächengebundene Nutztierhaltung, für das Verbot von Glyphosat und für den Schutz der Insekten, der gesamten Artenvielfalt und der natürlichen Ressourcen.

Neben dem BUND haben fast 50 Organisationen zu der Aktion aufgerufen, darunter auch die AbL, die Imkerverbände, der NABU, Slow food, Brot für die Welt und verschiedene Tierschutzorganisationen.

Für das Agrarbündnis stehen nicht nur faire Preise und eine sozial gerechte Bezahlung für die Landwirte weltweit im Vordergrund, sondern auch der schonende Umgang mit Wasser, Boden und Luft, eine an die Fläche gebundene Tierzahl und der Erhalt unseres Landschaftsbildes. "Wir wollen, dass es für jeden Betrieb eine Überlebenschance gibt, egal wie klein er ist, denn wir brauchen für den Erhalt der Ernährungssouveränität jeden Landwirt" betont der Sprecher Leonhard Strasser. "Und die Wirtschaftsweise muss Rücksicht auf die Nutztiere wie auch auf die gesamte Artenvielfalt nehmen."

Auch viele Mitglieder des Bund Naturschutz Traunstein waren mit dabei. "Eine ökologischere Landwirtschaft mit einer artgerechten Tierhaltung und die gentechnikfreie Fütterung ist unser Ziel" betont die Kreisvorsitzende Beate Rutkowski. "Zudem brauchen wir eine umfangreiche Forschung, um einen Pflanzenschutz ohne insektenschädliche Chemie sicherzustellen. Glyphosat muss sofort verboten werden!". Der zunehmende Rückgang der Insektenvielfalt auch in unserer Region zeige, dass etwas nicht stimmt. Das habe nicht nur mit dem Einsatz von Spritzmitteln, sondern auch mit der Bodenbearbeitung, dem Angebot an Futterpflanzen und dem Verlust von nicht bewirtschafteten Bracheflächen zu tun.

Viele Teilnehmer haben betont, dass die gemeinsame Fahrt nach Berlin notwendig und hilfreich ist, um miteinander ins Gespräch zu kommen, gegenseitiges Verständnis für die Probleme der bäuerlichen Betriebe, der Imker, wie auch des Naturschutzes zu wecken und die Erkenntnis zu stärken, dass alle an einem Strang ziehen müssen, um eine nachhaltige Landwirtschaft und unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten zu können.

Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: Jörg Farys
Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: Eschenbeck
Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: BN
Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: BN
Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: Albrecht
Bund Naturschutz Traunstein auf der Agrardemo 2018 in Berlin
Foto: Albrecht