MenuKreisgruppe TraunsteinBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Ende der Raumplanung?

Die Änderung des LEP, der Angriff auf den Alpenplan und ein neues Baugesetz erleichtern den ungebremsten Flächenverbrauch und gefährden Natur und Umwelt. Wie kann man gegensteuern?

Datum
08.12.2017 20:00 - 22:30

Ort
Gasthof Sailer Keller in Traunstein

Referenten:
Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender BN Bayern e.V. und BUND e.V.
Prof. Dr. Manfred Miosga, Uni Bayreuth.

Bitte beachten Sie auch unsere Terminvorschau ...

Beachten Sie auch das Jahresprogramm unserer Ortsgruppen Achental,    Schnaitsee und Tittmoning

sowie das Vortrags- und Seminarprogramm, das vom Forum Ökologie in Kooperation mit der VHS, dem kath. Kreisbildungswerk und dem Bund Naturschutz Traunstein erstellt wird.


Aktionen der Kreisgruppe Traunstein


Apfelmarkt am 8. Oktober 2017

BUND Naturschutz Traunstein beim Apfelmarkt - Kinder pressen Apfelsaft
Foto: Alois Albrecht

Bei Regen und kühlen Temperaturen fand heuer traditionsgemäß am 2. Sonntag im Oktober der inzwischen 16. Apfelmarkt auf dem Stadtplatz in Traunstein statt. Organisiert wurde er wie immer vom Landschaftspflegeverband Traunstein, der Stadt Traunstein und dem BUND Naturschutz.
Wir haben uns sehr gefreut, dass sich trotz der unfreundlichen Witterung viele Menschen auf den Weg gemacht haben, sich mit Streuobst-Äpfeln einzudecken, sich über Produkte rund um den Apfel zu informieren und sich an den Köstlichkeiten zu laben.
Dank Kuchen- und Apfelspenden konnten auch wir einen Beitrag zugunsten unserer Kreisgruppenkasse erwirtschaften, der uns hilft, unsere vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Dank des vielen Fallobstes, das wir heuer geschenkt bekommen haben, und der vielen helfenden Hände konnte auch die Saftpresse den ganzen Tag laufen, was die Kinder für die trübe Witterung entschädigt hat.
Ganz herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern sowie Kuchen- und Apfelspenderinnen und -spendern, ohne die diese Aktion gar nicht möglich gewesen wäre!

BUND Naturschutz Traunstein beim Apfelmarkt
Foto: Alois Albrecht
BUND Naturschutz Traunstein beim Apfelmarkt
Foto: Alois Albrecht

Demo und Kundgebung "Für die Salzach als Naturfluss" am 2. Juli 2017

BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
Prof.Dr. Hubert Weiger war Gastredner bei der Kundgebung für eine freie Salzach (Foto: BN)

Naturschützer fordern für die Salzach: „Mehr Au statt Stau!“

Etwa 500 Teilnehmer inklusiver vieler Paddler auf der Salzach haben sich an der Demo-Veranstaltung für eine frei fließende Salzach und für eine naturnahe Sanierung des Flusses eingesetzt.

Bei einer Plättenfahrt konnten sich die Teilnehmer von der Schönheit und Naturnähe des Flusses überzeugen, etwa 60 Paddler haben die Plätte begleitet und so ihre Forderung nach einem unverbauten Fluss und freier Fahrt auf der Salzach bekräftigt.

Jenseits der Grenze im Freilassinger Becken ist man schon viel weiter: Dr. Astrid Rössler, Landeshauptmannstellvertreterin aus Salzburg erläuterte die Pläne des LIFE-Projektes „Naturpark Salzachauen“ bei Oberndorf. Hier werden nach der naturnahen Sanierung des Flussbettes und der Anlage von weichen Ufern auf 126 ha Natur- und Erlebnisbereiche geschafften.

Diese naturnahe Umgestaltung der Flussufer und der Auwaldbereiche sollte auch Vorbild für das Tittmoninger Becken sein. Prof. Dr. Huber Weiger plädierte in seiner Rede für den Schutz des letzten freifließenden Flussabschnittes auf 60 km Länge und für den endgültigen Verzicht auf Kraftwerksbauten. „An der Salzach entscheidet es sich, wie wir künftig mit unseren Gewässern umgehen und ob uns der Schutz unserer Fließgewässer ernst ist“, so Weiger. „Die Wasserrahmenrichtlinie und die FFH-Richtlinie sind europäische Regelungen, die auch für Bayern gelten müssen.“

Auch viele andere Redner vom Kanuverband, dem LBV und auch der Burghausener Bürgermeister Hans Steindl setzen sich für die Umsetzung der Naturflussvariante für die Salzachsanierung ein.

BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
Foto: BN
BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
v.l.: Prof.Dr. Hubert Weiger, Beate Rutkowski, Ilse Englmaier, Dr. Hannes Augustin (Foto: BN)
BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
BN-Landesvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger (Mitte) mit teilnehmenden Paddlern
BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
Mitglieder der BUND Naturschutz Kreisgruppe Traunstein bei der Kundgebung für eine freie Salzach in Burghausen (Foto: BN)
BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
Kundgebung in Burghausen für eine frei fließende Untere Salzach Foto: BN
BUND Naturschutz für eine frei fließende Untere Salzach
v.l.: Dr. Astrid Rössler ( Landeshauptmannstellvertreterin aus Salzburg), Prof.Dr. Hubert Weiger (Landesvorsitzender BUND Naturschutz) (Foto: BN)

Exkursion "Tanne hat Zukunft!" am 23. Juni 2017

BUND Naturschutz Traunstein - Revierleiter Helmut Gattinger (links) und Alois Dirnaichner (Mitte)
Revierleiter Helmut Gattinger (links) und Alois Dirnaichner (Mitte) (Foto: BN)

Tanne hat Zukunft!
Unter diesem Motto stand die Waldexkursion 2017 der Kreisgruppe Traunstein in das Bucheter Holz bei Schnaitsee, die in Kooperation mit dem AELF Traunstein durchgeführt wurde.
Die Teilnehmer erfuhren, dass die Tanne - trotz ihrer vielfältigen Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten - in unseren Waldgesellschaften deutlich unterrepräsentiert ist. In der weiteren Diskussion wurden auch Themen wie Verbisssituation, Kriterien für die Auswahl der Bäume im Wald und Überwucherung des Jungbestandes durch Brombeeren angesprochen. Lesen Sie den kompletten Bericht (360 KB)

BUND Naturschutz Traunstein - Exkursion "Tanne hat Zukunft" Juni 2017
Die Exkursionsteilnehmer zählen Baumsämlinge auf 1qm Fläche (Foto: BN)
BUND Naturschutz Traunstein - Exkursion "Tanne hat Zukunft" Juni 2017
Foto: BN
BUND Naturschutz Traunstein - Exkursion "Tanne hat Zukunft" Juni 2017
links vorn der Sprecher des Agrarbündnisses TS/BGL Leonhard Strasser, rechts daneben die Vorsitzende der BUND Natuschutz Kreisgruppe Beate Rutkowski (Foto: BN)

Wildkräuter-Infostand beim Traunsteiner Bauernmarkt am 9. Juni 2017

BUND Naturschutz-Wildkräuter-Infostand
Foto: BN

Schon zum dritten Mal haben wir auch heuer wieder einen Wildkräuter-Probierstand im Rahmen des Traunsteiner Bauernmarktes organisiert. Unter dem Motto „Aufessen statt wegspritzen“ gab es Rezepte und Kostproben von Pizza, Quiche, Pflanzerl oder Strudel mit Giersch, Wegerich, Knoblauchsrauke, Brennnessel, Löwenzahn oder Gundermann – alles bio und superlecker!

Gleichzeitig wurden Unterschriften für die europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat gesammelt und Tipps für einen naturnahen und artenreichen Garten gegeben.

So ein sonniger Markttag macht allen fleißigen Köchinnen und Helferinnen Spaß! Auch für das nächste Jahr ist wieder eine Aktion geplant und alle, die mitmachen wollen sind herzlich willkommen!

BUND Naturschutz sammelt Unterschriften gegen Glyphosat
Foto: BN
BUND Naturschutz sammelt Unterschriften gegen Glyphosat
Foto: BN
BUND Naturschutz sammelt Unterschriften gegen Glyphosat
Foto: BN

Insektenhotel bei der Grundschule Seeon

BUND Naturschutz errichtet mit der Grundschule Seeon ein Insektenhotel
Foto: BN

Mitglieder des Bund Naturschutz aus Seeon und Traunstein waren mit dabei, als die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Seeon an ihrem Aktionstag ein Insektenhotel einrichteten - und dazu auch gleich noch vier Wiesenblumen-Beete als Bienenweide anlegten.


Bayerischer Naturschutzpreis für Prof. Dr. Klaus Töpfer

BUND Naturschutz - Bay. Naturschutzpreis für Prof.Dr. Klaus Töpfer
Foto: BN
v.l.: Sebastian Schönauer, Prof.Dr. Hubert Weiger, Prof.Dr. Klaus Töpfer, Doris Tropper

Für seine großen Verdienste um eine Weltpolitik der nachhaltigen Entwicklung verlieh der BUND Naturschutz (BN) am 24. März in München den Bayerischen Naturschutzpreis - die höchste Auszeichnung des Verbandes - an Prof.Dr. Klaus Töpfer. Prof. Töpfer ist der Öffentlichkeit vor allem bekannt als früherer Bundesumweltminister und Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen.

BUND Naturschutz - Bay. Naturschutzpreis für Prof.Dr. Klaus Töpfer
Foto: BN
Auch unsere Kreisgruppenvorsitzende Beate Rutkowski gratulierte dem Preisträger.

 

 


"Wir haben es satt" - Fahrt zur Agrardemo am 21. Januar 2017 nach Berlin

BUND Naturschutz Traunstein bei der Agrardemo am 21. Januar 2017 in Berlin
Foto: BN

Schon zum 7. Mal fand unter diesem Motto eine Großdemonstration während der "Grünen Woche" in Berlin statt.

18.000 Landwirte, Imker, Umweltschützer und Tierschützer und viele vor allem junge Verbraucher haben gemeinsam für eine ökologischere, ressourcenschonende, sozialverträgliche und tierschonende Landwirtschaft demonstriert.

Auch aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgaden und Miesbach hat sich ein Bus auf den Weg gemacht. Die Fahrt hatte der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) Traunstein und Berchtesgadener Land (dessen Mitglieder auch noch das Milchsymposium in Berlin besucht haben), das Agrarbündnis BGL/TS und der Bund Naturschutz Traunstein organisiert.

Das Treffen wurde auch zu einem intensiven Meinungsaustausch über die Probleme genutzt, die den Landwirten bei ihrer täglichen Arbeit unter den Nägeln brennen.

"Unsere Landwirte haben es verdient, für gesunde Lebensmittel, die naturverträglich und ressourcenschonend produziert werden, einen fairen und kostendeckenden Preis zu bekommen", gab der Sprecher des Agrarbündnisses Leonhard Strasser als einen Grund für die gemeinsame Fahrt nach Berlin an. Sepp Hubert und Liesi Aschauer vom BDM geht es um das Überleben der Milchviehbetriebe: "Ein Grundsatz der Betriebswirtschaft ist die an eine Nachfrage angepasste Produktion, um den Preis halten zu können. Ein Mindestlohn und ein kalkulierbares Einkommen sind dabei selbstverständlich. Das muss auch für die Milchbauern gelten, egal ob konventionell oder biologisch!"

Der Demeterbauer Alois Hainz aus Obing fordert die Bauern zum Einsatz von Futtermitteln aus dem eignen Hof auf. "Nur mit einem regionalen Nährstoffkreislauf kann grundwasserschonend und bodenschonend produziert werden."

Beate Rutkowski vom Bund Naturschutz Traunstein fährt ebenfalls seit Jahren mit Mitgliedern ihrer Kreisgruppe zur Demo nach Berlin. "Wir müssen unsere Natur und unsere Lebensgrundlagen schützen und sind zudem auf die Produktion gesunder, regionaler Lebensmittel angewiesen. Auch für die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel brauchen wir alle noch produzierenden Landwirte. Wir haben noch eine kleinteilige Landwirtschaft mit Grünland, Biotopstrukturen, Streuobstwiesen und auch Artenreichtum im Wald und müssen uns für den Erhalt dieses "Schatzes" einsetzen. Dafür brauchen die Landwirte nicht nur dringend eine grundlegende Veränderung in der Agrarpolitik, sondern auch die Unterstützung der Verbraucher".

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auch diese gemeinsame Fahrt viel zum gegenseitigen Verständnis beigetragen hat. Das ist Leonhard Strasser wichtig: "Es ist ein Anliegen des Agrarbündnisses, dass die Verbraucher und die Landwirte in unserer Region gemeinsam unsere Form der Landwirtschaft und damit unsere Landschaft erhalten und ihrer Verantwortung für die nachfolgenden Generationen gerecht werden."

Pressemeldung des BUND Baturschutz in Bayern e.V.

BUND Naturschutz Traunstein bei der Agrardemo am 21. Januar 2017 in Berlin
Foto: BUND
BUND Naturschutz Traunstein bei der Agrardemo am 21. Januar 2017 in Berlin
Foto: BUND
BUND Naturschutz Traunstein bei der Agrardemo am 21. Januar 2017 in Berlin
Foto: BUND
BUND Naturschutz Traunstein bei der Agrardemo am 21. Januar 2017 in Berlin
Foto: BUND