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Maximalausbau der A8 im Chiemgau?

Das brauchen wir nicht!
Wir wollen eine maßvolle Lösung und sagen NEIN zum geplanten Vollausbau der A 8.

Die Autobahn A 8 soll in den nächsten Jahren zwischen Rosenheim und Landesgrenze auf sechs Fahrspuren mit zwei Standstreifen ausgebaut werden. Sie würde mindestens doppelt so breit wie bisher, an vielen Stellen sogar mehr, und sie würde die Region drastisch verändern. Es wären massive Geländeaufschüttungen oder –abtragungen notwendig, erhebliche Eingriffe in geschützte Gebiete wären unvermeidbar und wertvolle landwirtschaftliche Grundstücke würden zerstört. Insgesamt bedeutet der sechsspurige Ausbau einen immensen Flächenverbrauch, eine deutliche Verstärkung der Zerschneidungseffekte und noch mehr Lärm und Schadstoffe. Auch der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid würde auf Grund der höheren Geschwindigkeiten zunehmen.

Durch die technische Überprägung des Landschaftsbildes hätte das Projekt aber auch für den Tourismus in der Region negative Auswirkungen. 

Der Bund Naturschutz und die betroffenen Kreisgruppen des LBV fordern
deshalb als Alternative zum geplanten Vollausbau folgende Lösung:

  1. Aus Gründen der Verkehrsicherheit ist der durchgehende Anbau von Standstreifen an der A 8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze durchzuführen.
  2. Unabhängig vom Ausbaukonzept sind für die betroffene Bevölkerung wirksame Lärmschutzmaßnahmen erforderlich die mindestens den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie entsprechen. Die Einführung eines Tempolimits muss dabei ein wesentlicher Bestandteil sein.
  3. Der Ausbau ist auf der vorhandenen Trasse und weitestgehend unter Beibehaltung der bestehenden Kronenbreite (bestandsorientierte Lösung) zu realisieren. Dies ist durch eine Reduzierung des Mittelstreifens auf das Mindestmaß und die Ausschöpfung aller Möglichkeiten zur Verringerung der Fahrstreifenbreiten bei geringeren Geschwindigkeiten möglich.
  4. Etablierung eines Verkehrsleitsystems zwischen Rosenheim und Bernau zur fallweisen Einbeziehung der Standstreifen als Fahrspuren.
  5. Eine Neuplanung des Abschnittes Rosenheim – Felden auf der Grundlage eines generellen Tempolimits und keine Aufnahme des Abschnittes Felden bis Landesgrenze in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

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