Zur Startseite
  • Aktuelles
  • Kinder+Jugend
  • Newsletter

Was wir tun können

Erneuerbare Energie

Veranstaltungen

Frühere Aktionen

Tipps zum Start der Pflanzsaison

Steigende Temperaturen und wärmende Sonnenstrahlen locken wieder in die Gärten und auf die Balkons. Zeit, mit der Anzucht von Gemüse, Kräutern und Blumen zu beginnen und erste Pflänzchen einzupflanzen. Zum Gärtnern im Frühjahr braucht es im Wesentlichen drei Dinge: Samen & Jungpflanzen, Erde und Pflanzgefäße. Hier einige Tipps, wie Ihr grüner Daumen auch zu einem ökologisch-nachhaltigem wird:

Samen & Jungpflanzen

Sämereien, Kräuter- und Gemüsepflanzen werden erfreulicherweise immer häufiger in Bioqualität angeboten. Greifen Sie zu! Wie bei Lebensmitteln lassen sich verschiedene Siegel auf den jeweiligen Produkten finden. Die Standards der Bioanbauverbände, wie z.B. „demeter“, „Bioland“ oder „Naturland“, sind strenger als die des EU-Bio-Siegels. In vielen Hofläden (z.B. Fam. Posch Mögstetten, Bioladen Sengl, Sondermoning oder Biohof Hans Glück, Tittmoning) und auf dem Traunsteiner Bauernmarkt finden Sie Samen und Pflanzen in Bioqualität. Hier geht es zur BN-Anbieterübersicht von Bio-Saatgut und Bio-Pflanzen.

Achten Sie auf „samenfeste“ Sorten. Im Gegensatz zu den sogenannten „Hybriden“ können Sie selbstgeerntetes Saatgut samenfester Sorten im nächsten Jahr wiederverwenden. Hybridpflanzen sind Ergebnis einer Kreuzung von Inzuchtlinien. Also von Pflanzen, die immer wieder mit sich selbst befruchtet wurden und damit reinerbig geworden sind. Die Hybridpflanzen erzielen höhere Erträge und sind hinsichtlich ihrer Größe, Form, Farbe und Qualität sehr einheitlich. Dieser sogenannte „Heterosiseffekt“ tritt allerdings nur bei dieser ersten Generation auf. Die zweite Generation besitzt diese Eigenschaften nicht mehr. Zudem ist diese Generation oft steril, so dass folglich jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden muss. Aus samenfesten Sämereien entstehen im nächsten Jahr dagegen Pflanzen, die weiterhin einen Großteil der elterlichen Eigenschaften besitzen. So können Sie die Samen Ihrer bestwüchsigen Pflanze oder der besten Früchte ernten und im nächsten Jahr erneut aussäen und so Ihr eigenes, optimal an Ihren Standort angepasstes Saatgut selbst entwickeln.

Nachhaltige Erden

Mittlerweile findet man sie in beinahe allen Gartencenter und Baumärkten – Bio Blumen-, Gemüse oder Pflanzerden. Hier muss man allerdings genauer hinsehen. Der Begriff „Bio“ ist zwar bei Lebensmitteln, Saatgut und Pflanzen rechtlich geschützt, nicht aber bei Erden. Hersteller können Verbraucher so in die Irre führen.  

Ein nachhaltiges Pflanzsubstrat darf keinen Torf oder chemischen Kunstdünger enthalten. Für die Gewinnung von Torf müssen Moore entwässert werden. Dadurch werden nicht nur wertvolle, sich langsam entwickelnde Ökosysteme zerstört, sondern auch große Mengen an CO2 freigesetzt. Der Kauf von torffreien Erden ist Klimaschutz!

Hier geht es zum BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden. Mehr zum Thema Gärtnern ohne Torf finden Sie auf unserer Homepage und auf den Internetseiten des Landesverbands.

Ton oder pflanzenbasierte Gefäße statt Plastiktöpfe

Kunststoffe werden unter Einsatz vieler Chemikalien und endlicher Ressourcen hergestellt und sind problematisch in der Entsorgung. Durch mechanischen und physikalischen Abbau (z.B. Sonnenstrahlung und Hitze) zerfallen sie in immer kleinere Teile – Mikroplastik entsteht.

Bei der Verwendung von Kunststoffgefäßen lässt sich die ungewollte Produktion von Mikroplastik nicht vermeiden. Die Erde reibt beim Einsetzen und Umtopfen am Pflanztopf und sorgt für winzige Kratzer, besonders wenn Sand beigemengt ist. Auch durch Ziehen von schwereren Töpfen auf groben Terrassenfliesen wird der Kunststoff mechanisch abgetragen und damit unwiederbringlich in den Boden eingetragen.

Zudem lösen sich mit der Zeit Chemikalien aus den Plastikgefäßen, u. a. erkennbar an der zunehmenden Zerbrechlichkeit des Plastiks. Immer häufiger sieht man im Handel auch Pflanzgefäße aus recyceltem Kunststoff. Kunststoffrecycling ist im Sinne der Kreislaufwirtschaft eine positiv zu bewertende Entwicklung. Allerdings können sich in recyceltem Plastik die eingesetzten Chemikalien anreichern.

Um Plastikmüll zu vermeiden, der Entstehung von Mikroplastik und dem Eintrag von Chemikalien in Böden vorzubeugen empfehlen wir Töpfe aus Ton oder kompostierbaren, pflanzenbasierten Gefäße (z.B. aus Zellulose) zu verwenden.