Amphibien

In Seeon, Schnaitsee, Traunreut, Kirchanschöring, Marquartstein und Vachendorf betreuen wir Jahr für Jahr bei jedem Wetter Amphibienzäune und retten so jährlich Tausenden Tieren das Leben!

Am 26. Februar 2018 hielt unsere Kreisvorsitzende, Dipl.Biol. Beate Rutkowski einen Vortrag über die Biologie dieser liebenswerten Geschöpfe und ihre Bedeutung im "Netz des Lebens" sowie ihre akute Gefährdung. Anschließend berichtete Hermann Eschenbeck über die Amphibienübergänge im Achental. Den Bericht finden Sie hier...

Die Daten aller aktuell bekannten Amphibienübergänge finden Sie in der Amphibiendatenbank des BUND Naturschutz

Da sich in Sachen Amphibienschutzanlage am Weitsee nichts tut, hat der BN nun ein eigenes Kurzgutachen zur Machbarkeit einer Tunnelanlage in Auftrag gegeben - mit einem eindeutig positiven Ergebnis, der Bau wäre trotz Felswand und schmaler Straßenführung machbar. Wir werden also nicht nachlassen, den Bau dieser Leitanlage immer wieder einzufordern.

Amphibienschutz am Weitsee

Wann kommen endlich Amphibientunnel am Weitsee?

Bereits 2010 hat der BN mit weit über tausend Arbeitsstunden eine erste Machbarkeitsstudie des beauftragten Ingenieurbüros zu möglichen Amphibienleiteinrichtungen am Weit­see und Lödensee begleitet. Die oberste Baubehörde versprach damals, so schnell wie möglich mit einer baulichen Lösung für diesen bayernweit größten Amphibienübergang zu beginnen. Geschehen ist seitdem gar nichts, der Schwarze Peter wird zwischen Straßenbauamt und Gemeinden hin und her geschoben. In der Zwischenzeit wird die Straße zur Wanderzeit zwar an einigen Abenden gesperrt, für den Erhalt der Gesamtpopulation reicht das aber keinesfalls aus! Untersuchungen im Jahr 2013 und 2014 über den Erfolg des Sperrmanagements und die sommerliche Amphibienwanderung (Rückwanderung, Hüpferlinge, spät wandernde Molche)  im Bereich des Weitsees zeigen, dass nur die Frühjahrswanderung durch das Sperrmanagement als gesichert angesehen werden kann. Die später wandernden Molche, Rückwanderer und Jungtiere aber extrem gefährdet sind.
Einen Schutz der Tiere während der gesam­ten Wanderperiode vom Frühjahr bis zum Herbst sowie aller anderen querenden Tiere vom Igel bis zum Laufkäfer kann nur eine Leiteinrichtung mit Kleintunnel unter der Straße bieten. Und die Straßensperrungen im Frühjahr hätten ein für alle mal ein Ende!
Wenn die Umfahrung Traunstein mal eben 40 Millionen Euro teurer wird, als geplant, dann ist das nur einen Nebensatz in der Presse wert, aber für den Artenschutz ist offensichtlich jeder Euro zu viel! Der BN kämpft darum weiter für den Amphibienschutz im Landkreis, besonders zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl!

Mehr zu Amphibien auf der Website unseres Landesverbands