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Vorsicht: Fledermäuse im Holzstoß

Während die meisten unserer heimischen Fledermausarten jetzt im Herbst in ihre Winterquartiere in Höhlen und Stollen in die Berge abwandern, kommt eine andere Art  zum Überwintern zu uns:

Die Rauhautfledermäuse fliegen oft mehr als 1000 km aus ihren Sommerquartieren in Norddeutschland und Nordosteuropa in südlichere Regionen und auch nach Bayern. Hier suchen sie sich Schlafplätze für den Winter. Besonders beliebt sind dabei Mauerritzen, Spalten hinter Windbrettern und in Ermangelung besserer Quartiere auch aufgeschlichtete Brennholzstapel. Immer wieder geraten dann Tiere mit den Holzscheiten in die warme Stube oder sie werden verletzt, wenn Scheite nicht vorsichtig abgeräumt werden. Darum sollte man lieber vorsichtig Scheit für Scheit entnehmen und auf die kleinen Schlafgäste achten. Verirrt sich wirklich einmal eine Fledermaus ins Wohnzimmer und erwacht, dann sollte ihr vorsichtig mit einer Pipette ein wenig Wasser zum Trinken angeboten werden, bevor man sie wieder vorsichtig ins Freie bringt. Allerdings dürfen nur unversehrte Tiere wieder freigelassen werden. Verletzte Tiere sollten möglichst sofort von einem erfahrenen Fledermauspfleger in Obhut genommen werden.

Weitere Auskünfte erteilt der Bund Naturschutz Traunstein, 0861/12297 oder traunstein(at)bund-naturschutz.de

Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii), Foto Andreas Zahn