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Delegiertenversammlung 2019 des Bund Naturschutzes - Für ein umweltgerechtes, starkes Europa

Die bevorstehende Wahl des EU-Parlaments am 26. Mai stand im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenversammlung des BUND Naturschutz (BN), die am Samstag und Sonntag in Weiden in der Oberpfalz stattfand. Ein thematischer Schwerpunkt war die Forderung nach einem starken, umweltgerechten Europa mit mehr Transparenz und Demokratie, einer ökologisch-sozialen Wirtschaftspolitik und einer echten Agrarwende.

Foto: BN

04.05.2019

Die bevorstehende Wahl des EU-Parlaments am 26. Mai stand im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenversammlung des BUND Naturschutz (BN), die am Samstag und Sonntag in Weiden in der Oberpfalz stattfand. Ein thematischer Schwerpunkt war die Forderung nach einem starken, umweltgerechten Europa mit mehr Transparenz und Demokratie, einer ökologisch-sozialen Wirtschaftspolitik und einer echten Agrarwende. In diesem Jahr waren Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sowie Schülerinnen und Schüler der „Fridays for Future“-Bewegung zu Gast.
„Wir wollen, dass in Bayern darüber geredet wird, wie wir den Klimaschutz voranbringen und unsere Lebensgrundlagen bewahren“, betonte der BNVorsitzende Richard Mergner. Die Delegierten verabschiedeten mit großer Mehrheit eine Resolution mit dem Titel „Europa tut der Umwelt gut: Europa erhalten und umweltgerecht fortentwickeln“. Darin wird auf die große Rolle hingewiesen, die die EU für die Naturschutzgesetzgebung in Europa spielt: Errungenschaften wie Natura 2000, die Wasserrahmenrichtlinie, CO2-Grenzwerte oder die Chemikalienverordnung REACH sind EU-Gesetzgebungen. Die Naturschützer machen sich aber auch große Sorgen wegen massiver Angriffe auf die Pressefreiheit und die Arbeit gemeinnütziger Organisationen, wie sie derzeit in mehreren europäischen Ländern zu beobachten sind. Sie
appellieren deshalb an alle Wählerinnen und Wähler, zur Wahl zu gehen und Parteien ihre Stimme zu geben, die für eine starke, offene Zivilgesellschaft eintreten. Der BN-Ehrenvorsitzende Hubert Weiger rief in seinem Grußwort den Delegierten unter großem Applaus zu: „Wir dürfen Europa nicht den Faschisten überlassen!“ Es müssten mehr als bisher ökologische und soziale Themen miteinander verknüpft werden. Die Delegiertenversammlung ist das Parlament des BN. Hier wird der Haushalt beschlossen und die große Linie des Verbandes festgelegt. Die Delegierten hatten auch die Aufgabe, ein neues Mitglied des Landesvorstandes zu wählen, denn Christian Hierneis hatte sein Amt satzungsgemäß niedergelegt, nachdem er im vergangenen Jahr ein Landtagsdirektmandat für die bayerischen Grünen geholt hatte. Mit der Wahl wurde der BN-Vorstand jünger und weiblicher: Zu seiner Nachfolgerin wählte das BN-Parlament die 26-jährige Nadine Patzelt aus
der Kreisgruppe München. Am Sonntag war Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber bei den BNDelegierten
zu Gast. Er sprach zum Thema „Bayerische Umweltpolitik im Aufbruch“. Vor allem im Hinblick auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sah er einen Aufbruch, der sich weit in die Zukunft auswirken werde, denn das Volksbegehren habe eine Debatte darüber angestoßen, wie Landwirtschaft künftig aussehen soll.