MenuKreisgruppe TraunsteinBUND Naturschutz in Bayern e. V.

Ausbau der A8

Alternative zum 6-spurigen Ausbau der A8 in den Bundesverkehrswegeplaneingebracht

Auch für den neuen Bundesverkehrswegeplan hat der Freistaat Bayern wieder den 6-spurigen Ausbau der A8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze für den vordringlichen Bedarf gemeldet, obwohl die geschätzten Kosten von 1 Milliarde € wohl gar nicht finanzierbar sind. Neu ist jedoch, dass nun auch Verbände wie der BUND Vorschläge zum Bundesverkehrswegeplan einreichen konnten. Die BN-Kreisgruppen TS, BGL und RO haben eine 4-spurige Ausbauvariante mit Standstreifen und Geschwindigkeitsobergrenze angemeldet. Rund 50 Prozent weniger Flächenverbrauch und 20 Prozent weniger Kosten sollten für die Bundesregierung ein Argument sein, den dringend notwendigen Standstreifenbau so schonend wie möglich umzusetzen!


Bund Naturschutz (BN) kritisiert Planungsdialog zum Ausbau der A8-Ost

 

Seit dem Abschluss des Planungsdialoges zum Ausbau der A8 im November 2010 hat sich nichts mehr getan. Selbst das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Rosenheim-Bernau wurde noch nicht gestartet. Die Kosten von über 1 Milliarde Euro für den gesamten Ausbaubereich Rosenheim bis Landesgrenze sind einfach nicht finanzierbar!

Für den Bundesverkehrswegeplan 2015-2030 hat allein das Bundesland Bayern 400 Einzelprojekte, deren Bau mindestens 17 Milliarden Euro kosten würde und dessen Umsetzung 160 Jahre dauern und sämtliche Bedarfsplanmittel des Bundes für die nächsten 15 Jahre nur in Bayern verbauen würde, vorgelegt.

Allerdings gab es für diesen Bundesverkehrswegeplan erstmalig die Möglichkeit, Alternativ-Vorschläge für Projekte zu machen. In Bayern hat der BUND Naturschutz 11 Vorschläge zu den offiziellen Projekten eingereicht, die Kreisgruppe Traunstein hat gemeinsam mit den KGs Berchtesgadener Land und Rosenheim einen Alternativ-Vorschlag für den Ausbau der A8 ausgearbeitet.

Dabei handelt es sich um eine 4-spurige Ausbauvariante von Rosenheim bis zur Landesgrenze mit Standstreifen und Geschwindigkeitsobergrenze . Rund 50 Prozent weniger Flächenverbrauch und 20 Prozent weniger Kosten sollten für die Bundesregierung ein Argument sein, den dringend notwendigen Standstreifenbau so schonend wie möglich umzusetzen!

Die Landesverwaltungen sind verpflichtet, diese Alternativen nun intensiv zu prüfen und ggf. zur Anmeldung vorzubereiten. Dazu müssen sie "Meldelinien" ausarbeiten, Trassenvorschläge machen bis zu einzelnen Bauwerken, die Kosten schätzen und die Auswirkungen auf Natur und Umwelt sowie die betroffenen Kommunen beschreiben. Das soll in Zusammenarbeit mit den Antragstellern, also den Gliederungen des BUND Naturschutz geschehen. Bisher ist aber nichts passiert!

 



Demo am 1. März 2010 in Übersee

Maximalausbau der A8

Übergabe von 5200 Unterschriften gegen den Maximalausbau der A8

Anlässlich der Arbeitssitzung der übergeordneten Planungsgruppe zum Ausbau A8 Ost in Übersee wurde vom Bund Naturschutz Traunstein und der Bürgerinitiative „Bürger setzen Grenzen“ eine Protestaktion gegen den 6+2-Ausbau geplant.

Über 100 Teilnehmer waren trotz des Montag-Vormittag-Termins gekommen! mehr


Ausbau der A8 – Verkehrspolitik am Scheideweg

Brauchen wir den sechsspurigen Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und der Landesgrenze bei Salzburg? Diese Frage wird jetzt für den Landkreis Traunstein aktuell. Seit Herbst 2007 sind nun auch die 46 Kilometer zwischen Felden und der Staatsgrenze im sogenannten „weiteren Bedarf mit Planungsrecht.“ Das heißt, daß die Autobahndirektion grünes Licht hat für Vorentwürfe in diesem und im nächsten Jahr und daß ab 2010 das Planfeststellungsverfahren eröffnet werden kann. Die Planungen gehen davon aus, daß in beiden Richtungen je eine dritte Fahrbahn und ein Standstreifen gebaut werden. mehr


Maximalausbau der A8 im Chiemgau?

Das brauchen wir nicht!
Wir wollen eine maßvolle Lösung und sagen NEIN zum geplanten Vollausbau der A 8.

Die Autobahn A 8 soll in den nächsten Jahren zwischen Rosenheim und Landesgrenze auf sechs Fahrspuren mit zwei Standstreifen ausgebaut werden. Sie würde mindestens doppelt so breit wie bisher, an vielen Stellen sogar mehr, und sie würde die Region drastisch verändern. Es wären massive Geländeaufschüttungen oder –abtragungen notwendig, erhebliche Eingriffe in geschützte Gebiete wären unvermeidbar und wertvolle landwirtschaftliche Grundstücke würden zerstört. Insgesamt bedeutet der sechsspurige Ausbau einen immensen Flächenverbrauch, eine deutliche Verstärkung der Zerschneidungseffekte und noch mehr Lärm und Schadstoffe. Auch der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid würde auf Grund der höheren Geschwindigkeiten zunehmen. mehr


4- oder 6-spurig

Seit dem ersten Bekanntwerden der Planungsabsichten hat sich der Bund Naturschutz gegen den überzogenen Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und der Landesgrenze am Walserberg gewehrt. Niemand wird leugnen, dass die Autobahn aus dem Jahr 1938 dem modernen Verkehr nicht mehr gewachsen ist - weist sie über weite Strecken doch nicht einmal Standspuren auf. Aber wie viel Ausbau muss sein, damit der Verkehr fließen kann? Wie viel Ausbau darf sein, wenn es um den Immissionsschutz der Anwohner und um nicht wieder gutzumachenden Landverbrauch geht? Jedem einsichtigen Menschen ist klar, dass es einen Kompromiss zwischen der Leistungsfähigkeit der Autobahn einerseits und dem Eingriff in die Landschaft und dem Schutz der Anwohner andererseits geben muss. Auch die Bau- und Unterhaltskosten müssten eigentlich ein limitierender Faktor sein. mehr


Demo am 19. Mai 2009

Anlässlich der Baukonferenz zur A8 im Landratsamt Traunstein, die auf Einladung des Innenministeriums am 19. Mai in Traunstein stattfand, organisierte die BI "Ausbau A8 - Bürger setzen Grenzen" eine Demonstration, an der auch der Bund Naturschutz teilnahm.
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